Multiple Sklerose Zentrum
Leiter
Prof. Dr. med. Matthias Schwab
OberarztLeiter des Multiple Sklerose Zentrums
Leiter des interdisziplinäres Schlaflabors
Telefon: 03641 - 9 323 486
Fax: 03641 - 9 323 412
Website
Leiter der Ambulanz
Leiter der tagesklinischen Betreuung
Ambulantes Behandlungsteam
- Dr. med. Alexander Grimm
- Dr. med. H. Piper
- Dr. med. Eva Jung
- Dr. med. Katrin Abram
- Dr. med. Christoph Preul
- Dr. psych. Peter Bublak
- Dipl.psych. Nadja Onken
MS-Schwestern
- Birgit Scheide
- Laura Hoffmann
Tel. 03641 - 9 323 470
Wir erstellen für unsere Patienten ein optimales Diagnostik- und Therapiekonzept. Die Fortführung der Behandlung kann durch den Hausarzt oder einen niedergelassenen Facharzt erfolgen.
Was ist Multiple Sklerose (MS)?
Die MS ist eine zunehmen häufig auftretende Erkrankung, die besonders junge Menschen betrifft. Mögliche Symptome sind Behinderungen der Koordination wie Seh- und Gefühlsstörungen sowie Lähmungen der Arme und Beine. Die Diagnose wird heutzutage immer früher gestellt und immer mehr Medikamente stehen zur Verfügung, die den natürlichen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Entscheidend ist hierbei die im Langzeitverlauf individuelle, auf den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Betreuung. Je früher man mit einer Behandlung beginnt, umso größer sind die Chancen, ein kaum beeinträchtigtes Leben zu führen.
MS - Zentrum
Unser MS-Zentrum ist der Klinik für Neurologie am Unversitätsklinikum Jena angeschlossen. Es besteht aus einer MS-Ambulanz, einem tagesklinischen und einem stationären Teil und gewährleistet somit eine kontinuierliche Versorgung rund um die Uhr. Die im MS-Zentrum tätigen Ärzte und spezialisierten MS-Schwestern verfügen über eine weit länger als 10 Jahre dauernde Erfahrung in der Betreuung von MS-Patienten. Zur Vorstellung wie auch zur Einholung einer Zweitmeinung ist lediglich eine Überweisung notwendig.
Betreuungskonzept
Nach einem ausführlichen Erstgespräch wird anhand der Vorbefunde eine umfassende Diagnostik mit modernsten Verfahren durchgeführt. In Zusammenarbeit mit den Hausärzten und niedergelassen Neurologen erstellen wir ein individuelles Therapiekonzept. So können wir gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen unter tagesklinischen Bedingungen Schubbehandlungen kurzfristig auch über das Wochenende durchführen. Zwischen den Schüben kann bei Problemen mit der immunmodulatorischen Basistherapie auch eine Mitbetreuung durch spezialisierte MS-Schwestern in der häuslichen Umgebung auch in größerer Entfernung von Jena erfolgen. Am Ende steht eine verbesserte Lebensqualität für die MS-Patienten.
Diagnostische Möglichkeiten
- MRT-Untersuchungen von Kopf und Rückenmark mit modernster Technik
- Elektrophysiologische Diagnostik (evozierte Potentiale)
- Neuropsychologische Verfahren
- Funktionelle Tests (z.B. Gehstreckentest, Stecktest)
- Lumbalpunktion
- Ultraschalluntersuchung der Kopf- und Halsgefäße
Therapie
- Behandlung des akuten Schubes (Kortisonpulstherapie)
- Schubprophylaxe (mit Interferonen, Glatirameracetat)
- Einsatz der modernsten und effektivsten Immunmodulatoren (z.B. Natalizumab)
- Gabe von Immunglobulinen
- Blutwäsche (Plasmapherese) bei schweren Schüben
- Gabe von Medikamenten direkt in den Liquor
- Symptomatische Therapie (z.B. chronische Müdigkeit (Fatigue), Blasenstörungen, Botoxtherapie der Spastik)
- Schmerzbehandlung
- Medikamenteneinstellung und -optimierung
- Krankengymnastik
- Ergotherapie
- Logopädie
Beratung
- Psychologische Betreuung
- Sozialmedizinische Beratung (z.B. Rehabilitationsmöglichkeiten, Hilfsmittel)
- Ernährungsberatung
- Umgang mit der Fatigue
Unser Team stellt sich vor


Studienpatienten gesucht
Studienpatienten für Studie mit dem ersten oralen MS-Therapeutikum (Fingolimod, FTY-720, Gilenia®) gesucht
Das überregionale Multiple-Sklerose-Zentrum der Hans-Berger Klinik für Neurologie sucht Patienten mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose für eine Studie, die mit dem ersten oral verfügbaren Medikament gegen MS durchgeführt wird. Das Medikament heißt Fingolimod (FTY-720, Gilenia®). Die Studie bietet die Möglichkeit, das Medikament, welches bereits in den USA zur Therapie der MS zugelassen ist aber in Deutschland voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr zugelassen wird, bereits jetzt zu erhalten. Teilnehmen können sowohl Patienten, die noch keine Therapie haben als auch die, die bereits eine Therapie erhalten. Im Gegensatz zu den bisher verfügbaren Medikamenten wie Interferonen, die man subcutan oder intramuskulär spritzen muss, ist dieses Medikament wesentlich wirksamer und hat zudem nicht die unangenehmen Nebenwirkungen Fieber und Grippegefühl.
Im Rahmen der Studie erhalten alle Patienten die wirksame Substanz in der zur Zulassung beantragten Dosierung. Es erfolgen bei der Ersteinnahme ein 6 stündiges EKG-Monitoring mittels eines tragbaren EKG-Gerätes sowie im Verlauf eines halben Jahres mehrere Blutabnahmen. Nach dem Ende der Studienzeit können die Patienten das Medikament weiter einnehmen.
Interessenten melden sich bitte in unserem Multiple Sklerose Zentrum,
Tel.: 03641 - 9 323 473